Schöne neue Medienwelten

Medienpädagogisches Forum

  

Tagung und Tagungsdokumentation

dieterportrait

Herzlich willkommen auf der Website zur Dokumentation der Tagung “Schöne neue Medienwelten”, die am 4. und 5.12.2008 in der Akademie Remscheid stattgefunden hat.

Die Medienlandschaft hat selten solch spannende Phasen, wie wir sie derzeit erleben. Vielleicht ist die aktuelle Entwicklung am ehesten zu vergleichen mit der Zeit Mitte der 90er, als der Übergang des Computers als Offline-Medium durch die Verbreitung des Internet, insbesondere des WWW, zum Online-Massenmedium eingeleitet wurde.

Was ist dieses aktuell Spannende?

Ich komme nicht daran vorbei, in dieser Hinsicht den Begriff des “Web 2.0″ zu strapazieren, wohl wissend, dass kaum eine andere Wortschöpfung aus der Medienwelt so unscharf verwendet wird, wie diese. Unabhängig von ihren technischen Implikationen, die relativ eindeutig sind, aber uns verhältnismäßig wenig transparent gegenüber treten, sind gängige Schlagworte:

  • Mittmachweb
  • User generierter Content
  • Communities
  • Freie Inhalte bzw. neudeutsch: Open Content
  • Blogs, Blogparaden und Microblogging
  • oder auch Studi-, Schüler- und was weiß ich noch was für VZs

Vieles davon ist nicht wirklich neu und konnte schon zu Zeiten des “guten alten Web 1.0″ vorgefunden werden oder hat zumindest schon damals begonnen, sich zu entwickeln. Aber es ist nicht zu übersehen, dass eine Dynamik um sich gegriffen hat, die uns - global gesehen - praktisch täglich mit mal mehr, mal weniger nützlichen Anwendungen “beglückt”. Dass diese Entwicklung dabei ist, auch in vielen medienpädagogischen Arbeitsfeldern Fuß zu fassen, konnte bei zahlreichen Workshops, Seminaren oder Projektberichten aber auch bei einer Reihe von Infoständen im Offenen Bereich des Medienforums - und übrigens auch, wenn man im Fortbildungsprogramm des Fachbereichs Medien der Akademie Remscheid blättert - nachvollzogen werden.

Nun wäre die Akademie Remscheid nicht das bundeszentrale Institut für kulturelle Jugendbildung mit dem aus heutiger Sicht recht verwegenen Untertitel “für musische Bildung und Medienerziehung”, wenn wir uns nur und ausschließlich auf das Allerneueste, auf den letzten Schrei sozusagen kaprizierten. Verantwortungsvolle Konzepte setzen nicht auf das, was neu ist, nur weil es neu ist, sondern weil es gut ist - oder zumindest entwicklungsfähig. Alte Techniken, alte Methoden, alte Konzepte werden nicht zwangsläufig schlechter, bloß weil sie inzwischen mit neuen konkurrieren.

Und das wurde bei der Planung der Tagung mindestens in zweierlei Hinsicht berücksichtigt:

  1. Das Angebot sollte breit sein: vom Trickfilm und von grundständiger Videoarbeit bis hin zu Second Life, von der digitalen Fotografie mit Kindern bis zu künstlerischen   computergrafischen Experimenten von Freaks, Nerds oder wie diese Szene sich auch immer selbst bezeichnen würde, vom traditionellen Vortrag bis zum Workshop, in dem schnell ein kurzer Videoclip entsteht, der direkt online geschnitten wird und, wenn er fertig ist, auch schon im Internet abrufbar ist.
  2. Es wurde ein Tagungskonzept aufgegriffen - und wo sinnvoll natürlich modifiziert - das in der Akademie Remscheid selbst - so darf ich es mal ungeschützt hier behaupten - entwickelt wurde, nämlich das der langjährigen Tagungsreihe “Remscheider Computerforum”. Vielleicht kennt der ein oder andere diese Veranstaltung ja noch aus eigener Anschauung. Ich kann mich jedenfalls noch gut an die erste dieser Veranstaltungen erinnern…1988…eine der ersten wirklich großen an medienpädagogischen Themen orientierte Computertagung in Deutschland…und das zu einer Zeit, als in der pädagogischen Szene die Frage heiß diskutiert wurde, ob es überhaupt sinnvoll und nötig ist, Computer in die pädagogische Arbeit einzubeziehen und ob das nicht sogar schädlich ist. Schon damals gab es in der Akademie Remscheid diesen Mix aus Vorträgen, Workshops, Projektberichten, Seminaren und einem ganz informellen offenen Bereich. Ich weiß noch von einer ganzen Reihe von Kontakten, die im Rahmen der Remscheider Computerforen geknüpft wurden und die bis heute bestehen geblieben sind. Und auch daran wollten wir mit “Schöne neue Medienwelten” anknüpfen.

Einen weiteren Anlass gibt es, noch einmal einen Blick über die Zeitläufe zu werfen. Es ist der Grund, warum wir diese Tagung überhaupt zu diesem Zeitpunkt durchgeführt haben: Die Akademie feierte 2008 ihr 50-jähriges Jubiläum. Anlässlich dieses stattlichen runden Geburtstags haben die Fachbereiche eine Fülle von weniger alltäglichen Veranstaltungen durchgeführt. Die des Fachbereichs Medien der Akademie Remscheid war die Tagung “Schöne neue Medienwelten”.

Und selbstverständlich gibt es viel Dank zu sagen: Dem Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland, das in der Vorbereitung und Durchführung der “Schönen neuen Medienwelten” unverzichtbare Dienste geleistet hat, dem Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, das diese Dokumentation durch seine Unterstützung überhaupt erst möglich gemacht hat und nicht minder den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kolleginnen und Kollegen aber auch den eher unsichtbaren Helferinnen und Helfern hinter den Kulissen, von der Technik über die Verwaltung bis zur Hauswirtschaft der Akademie Remscheid, die alle durch ihr großes Engagement und ihre unermüdliche Kooperationsbereitschaft dazu beigetragen haben, dass eine wirklich rundum gelungene Veranstaltung heraus gekommen ist - zumindest haben wir bis jetzt nichts anderes gehört.

Ich wünsche viel Spaß beim Surfen durch diese Dokumentation der Tagung, viele interessante Anregungen für die eigene Arbeit, den Besucherinnen und Besuchern der Tagung eine hilfreiche Auffrischung des Gehörten und Gesehenen: Das alles, hoffe ich, ist uns mit dieser Tagungsdokumentation gelungen.

Dieter Glaap
Dozent für Multimedia und Online-Medien
Fachbereich Medien
Akademie Remscheid


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